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AGB

Allgemeine Geschäfts- und Beförderungsbedingungen
der
WELCOME AIR LUFTFARHT-GMBH & CO KG
(nachfolgend auch WLC genannt)

1. Begriffsbestimmungen

Soweit sich aus dem unmittelbaren Zusammenhang nicht zweifelsfrei etwas anderes ergibt, haben die im Text dieser Bedingungen verwendeten Begriffe folgende Bedeutung:

1.1 Auslegung der Bestimmungen
Die Überschriften der einzelnen Artikel dienen lediglich der Übersicht und sind nicht für eine Auslegung der Bestimmungen heranzuziehen.

1.2 Abänderungen und Verzicht
Keiner unserer Agenten, Bediensteten oder Bevollmächtigten ist berechtigt, diese Allgemeinen Geschäfts- und Beförderungsbedingungen oder sonstige Bestimmungen zu ergänzen, abzuändern oder auf deren Anwendung zu verzichten.

1.3 Begriffsbestimmungen
„WLC“
steht für Welcome Air Luftfahrt-GmbH & Co KG

„Kunde“ / „Kunden“
steht sowohl für diejenige(n) Person(en), die mit WLC den Luftbeförderungsvertrag als Auftraggeber abgeschlossen hat, als auch für jede Person, die dem Flugschein zufolge in einem Flugzeug befördert wird oder werden soll („Passagier“), mit Ausnahme der Besatzungsmitglieder.

2. Anwendungsbereich

2.1 Diese allgemeinen Geschäfts- und Beförderungsbedingungen (AGB) gelten für alle Leistungen der WLC, sofern nicht in dem betreffenden Vertrag abweichende Vereinbarungen schriftlich festgelegt werden.

2.2 Maßgeblich ist jeweils die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung. Abweichungen von diesen sowie sonstige ergänzende Vereinbarungen mit dem Kunden sind nur wirksam, wenn sie schriftlich festgehalten werden.

2.3 Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der WLC gelten somit auch für künftige Vereinbarungen, auch wenn sie nicht nochmals ausdrücklich erwähnt oder vereinbart werden.

2.4 Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden erkennt WLC nicht an, es sei denn ihrer Geltung wurde ausdrücklich schriftlich zugestimmt. Gegenbestätigungen des Kunden unter Hinweis auf seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen wird hiermit ausdrücklich widersprochen. Eines weiteren Widerspruchs gegen AGB des Kunden durch WLC bedarf es nicht.

2.5 Der Kunde ist für die korrekte und unverzügliche Weitergabe dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie anderer Mitteilungen durch WLC an den Passagier verantwortlich. Soweit der Kunde dagegen verstößt, hält er WLC von Ansprüchen des Passagiers schad- und klaglos.

2.6 Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam oder nichtig sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die Parteien vereinbaren, unwirksame oder nichtige Bestimmungen durch diesen möglichst nahe kommende wirksame Bestimmungen zu ersetzen.

2.7 Die Angebote von WLC sind freibleibend und unverbindlich. Skizzen, Abbildungen, Zeichnungen, Maße, Gewichte, Flugstreckenangaben oder sonstige Leistungsdaten sind nur verbindlich, wenn dies ausdrücklich schriftlich vereinbart wird.

3. Gesetze und Vorschriften

Beförderungen nach den Allgemeinen Beförderungsbedingungen der WLC unterliegen insbesondere

a. den Bestimmungen des ,,Übereinkommens zur Vereinheitlichung bestimmter Vorschriften über die Beförderung im internationalen Luftverkehr samt Erklärungen“ (im Folgenden „Montrealer Übereinkommen“ genannt) bzw.
b. den Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 889/2002
c. Verordnung (EG) Nr. 261/2004
d. allenfalls dem Warschauer Abkommen samt Nachfolgevereinbarungen
e. sonstige rechtliche Normen.

4. Preise / Charterpreis

4.1 Allgemeines:

4.1.1 Alle genannten Preise, Beträge und Zahlungen sind sofern nicht anders vereinbart in Euro.

4.1.2 Der quotierte Preis beinhaltet keine Steuern, Abgaben, Taxen, Zuschläge und Gebühren udgl es sei denn diese wurden explizit angeführt.

4.1.3 Für den Fall, dass eine ungeplante Übernachtung für die Crew am Zielort notwendig wird, werden die aktuellen Kosten für die Übernachtung berechnet, aber mindestens 600.- EUR.

4.1.4 Sollte aus Gründen, welche WLC nicht zu vertreten hat, der geplante Zielflughafen nicht mehr anzufliegen sein (Wetterbedingungen, Flugplatzschließung aus aktuellem Anlass), wird der nächst verfügbare Flughafen angeflogen. Die dadurch entstehenden Kosten werden in Rechnung gestellt.

4.1.5 Wenn Verzögerungen während der Durchführung des Fluges auftreten, die nicht durch WLC verursacht wurden und dadurch Unkosten entstehen (z.B. Übernachtung, Kosten für Nachtlandung, etc.) werden diese dem Auftraggeber in Rechnung gestellt.
4.1.6 Bei Zahlungen per Kreditkarte erheben wir einen Aufschlag von +5% auf den Bruttorechnungsbetrag.


4.1.7 WLC behält es sich vor auf Drittleistungen, welche per Kreditkartenzahlung auf Wunsch des Kunden gebucht werden, einen Aufschlag von +5% geltend zu machen.

4.2 Charterpreis:

4.2.1 Der Preis, der im Chartervertrag fixiert wurde, enthält folgende Posten:
a. Ausgaben, die für die Operation und Wartung des Flugzeuges anfallen,
b. Bezahlung der Flugzeug Crew,
c. Versicherungsprämie entsprechend § 7 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen,
d. Lande- und Parkgebühren wie auch die Kosten für die Bodenabfertigung und alle anderen Kosten, die beim Handling des Flugzeuges entstehen,
e. Flughafen-Passagier-Gebühren, wenn sie nicht direkt vom Passagier bezahlt werden müssen und
f. Internationale Fluggebühren

4.2.2 Im Charterpreis sind insbesondere nicht enthalten:
a. Kosten des Transports der Passagiere zu und vom Flughafen,
b. Visa-Kosten, Zölle und sonstige Kosten, die bei der Zollabfertigung anfallen, alle anderen Kosten, außer der in § 7 Abs. 1 AGB genannten Kosten, die im Zusammenhang mit Passagieren und deren Reisegepäck anfallen
c. Zusätzliche Kosten, die aufgrund von Änderungen der Bestimmungen des Chartervertrages auf Wunsch des Charterers oder aufgrund von Änderungen, die vom Charterer veranlasst werden, anfallen.
d. Kosten, die aufgrund von höherer Gewalt entstehen.
e. Lizenzgebühren
f. Kosten für Flugzeug-Enteisung bei Bedarf werden nach Aufwand weiterverrechnet.

4.2.3 WLC ist berechtigt, den Charterpreis entsprechend anzupassen, wenn die Kostenänderung nach Vertragsabschluss und vor der Beendigung des Fluges eintritt.

4.2.4 Jegliche Änderungen auf Wunsch oder Veranlassung des Charterers gehen zu dessen Lasten.

4.2.5 20% des im Chartervertrag vereinbarten Charterpreises ist bei Unterzeichnung des Chartervertrages fällig und die Restzahlung der 90% des Charterpreises ist spätestens 7 Tage vor Beginn des Charterfluges (Positionierungsfluges) zu bezahlen; sofern die Unterzeichnung des Chartervertrages innerhalb von 7 Tagen vor Beginn des Charterfluges (Positionierungsfluges) erfolgt ist der gesamte Charterpreis sofort zur Zahlung fällig. Alle Aufwendungen von WLC, die nicht im Charterpreis inkludiert sind, werden zur Gänze an den Charterer in EUR weiterverrechnet. Der Charterer ist verpflichtet, diese von WLC gelegten Rechnungen sofort nach Erhalt zu begleichen.

4.2.6 WLC ist nur zur Leistung verpflichtet, sofern der Charterer den Verpflichtungen des Chartervertrages, insbesondere einer bestehenden Zahlungsverpflichtung nach dem Chartervertrag oder den AGB vor Flugbeginn nachkommt.

5. Zahlungsbedingungen

Die dem jeweiligen Vertrag zu Grunde liegenden Zahlungsvereinbarungen ergeben sich aus dem Chartervertrag. Sofern nicht anders vereinbart ist der Gesamtbetrag vor dem Start der Auftragsausführung zu bezahlen. Im Falle der vereinbarten Zahlung per Rechnung ist diese sofort nach Rechnungserhalt ohne Abzug fällig. Eine Zahlung gilt dann erst als erfolgt, wenn WLC über den zu zahlenden Betrag verfügen kann. Im Falle des Zahlungsverzuges sind die gesetzlichen Verzugszinsen, wenn der Vertragspartner Unternehmer ist, mindestens jedoch 12 % p.a. Verzugszinsen zu bezahlen.

Die Fakturierung erfolgt in Euro. Der Euro-Betrag ist auch dann maßgeblich, wenn in den Rechnungen neben dem Euro-Betrag Fremdwährungsbeträge angegeben sind. Eingehende Fremdwährungsbeträge werden mit aus dem Fremdwährungsbetrag erzielten Euro-Erlös gutgeschrieben. Ebenso werden bezogene Leistungen die von Dritten in Fremdwährung fakturiert werden, mit Datum der Leistungserbringung in Euro-Beträge umgewandelt und an den Kunden weiterverrechnet. Als Umrechnungskurs wird der gültige OANDA-Fremdwährungskurs am Tag der Leistungserbringung +2% Umrechnungsaufschlag, mindestens aber Euro 21,40 verwendet.

6. Weitere Bedingungen der Leistungserbringung

6.1 Das Gepäck ist auf ein Gepäckstück (max. 13kg, bei 31 Passagieren) beschränkt. Weiteres mitgebrachtes Gepäck wird vor Ort belassen! WLC ist nicht verantwortlich für zurückgelassenes Gepäck. Die Flugbesatzung ist berechtigt, den Inhalt des Gepäcks aus Sicherheitsgründen gemäß dem Luftrecht zu kontrollieren.

6.2 Sollte aus unerwarteten Gründen (z.B. technische Probleme) Verspätungen entstehen, ausgenommen bei groben Verschulden oder Vorsatz, hat WLC das Recht, den Flug entsprechend zeitlich neu zu planen.

7. Haftung

Die Haftung der WLC beschränkt sich auf grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz sofern dies gesetzlich zulässig ist. Der Transport von Passagieren, Gepäck oder Fracht wird unter den Bestimmungen des Warschauer Abkommens bzw Montrealer Übereinkommen durchgeführt. WLC übernimmt keine Verantwortung bei Zwischenfällen durch höhere Gewalt wie z.B. Streik, Krieg oder Sabotage.

Die Haftung ist sofern zulässig auf die gesetzlichen Haftungssummen beschränkt.

8. Beförderungsdokumente

8.1 Ist der Charterer kein Luftfahrtunternehmen und wird der Flug im Namen von WLC durchgeführt, so ist WLC für die Ausstellung von Flugtickets für alle mitgeführten Passagiere verantwortlich.

8.2 Sollte jedoch ein Luftfahrtunternehmen (z.B. Lufttransportunternehmen, Reiseveranstalter) den Chartervertrag abschließen, so obliegt es diesem Luftfahrtunternehmen die Flugtickets für alle mitgeführten Passagiere auszustellen.

8.3 Sollte das Luftfahrtunternehmen die Flugtickets nicht oder nicht ordnungsgemäß ausstellen, so übernimmt das Luftfahrtunternehmen die Haftung für jeglichen Verlust, Beschädigung, Haftung oder Strafen, welche aufgrund der mangelhaften Ausstellung der Flugtickets entstehen, und hat WLC schad- und klaglos zu halten.

8.4 Der Charterer hat WLC jede Körperverletzung eines Passagiers oder jede Beschädigung des Reisegepäcks unverzüglich ohne Aufschub oder bis spätestens bei Abschluss des Fluges zu melden. Ebenso ist WLC vom Charterer über jede Beschädigung des Frachtgutes ohne Aufschub nach der Zustellung in Kenntnis zu setzen, ansonsten werden alle Schadenersatzforderungen für Beschädigungen nicht anerkannt.

8.5 Wenn WLC die Beförderungsdokumente nach diesem Punkt auszustellen hat, ist der Charterer verpflichtet, WLC sämtliche Informationen zukommen zu lassen, die notwendig sind, um diese Dokumente auszustellen und WLC bei der Ausstellung der Dokumente zu unterstützen. Im Speziellen sind Passagierlisten und andere Informationen über Passagiere, Reisegepäck und Frachtgut durch den Charterer an WLC rechtzeitig weiterzuleiten. Der Charterer ist für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben in den Dokumenten verantwortlich. Der Charterer haftet außerdem für Schäden, die WLC aufgrund von Fehlerhaftigkeit oder Unvollständigkeit der Angaben entstehen. Außerdem hält der Charterer WLC von jeglicher Haftung schad- und klaglos, die aus Schadenersatzansprüchen von Dritten aus dieser Fehlerhaftigkeit oder Unvollständigkeit der Angaben resultieren.

9.  Tickets und Reisdokumente

9.1 Der Charterer hat Sorge zu tragen, dass alle Passagiere die notwendigen Tickets und Reisedokumente vor dem Abflug mitführen. Ansonsten ist WLC nicht verpflichtet, diese Passagiere zu befördern. WLC übernimmt bei einer solchen Verweigerung der Beförderung keine wie immer gearteten Verpflichtungen.

9.2 Der Charterer hat dafür Sorge zu tragen, dass die Passagiere und der Frachtführer sich an alle Zoll- und Pass- Bestimmungen, Bestimmungen der Gesundheitsbehörden und an alle anderen anwendbaren Gesetze und Verordnungen jener Länder, in denen das Flugzeug planmäßig landet, halten. Alle Schäden und Kosten, die aufgrund der Nichteinhaltung all dieser Bestimmungen, Gesetze und Verordnungen anfallen, gehen zu Lasten des Charterers.

10. Flugdokumente und Fluggenehmigungen

10.1 Es obliegt der Verantwortung von WLC sämtliche Dokumente und Genehmigungen, die für die Durchführung des Fluges erforderlich sind, wie z.B. jene Luftfahrtdokumente und Genehmigungen, die für die maßgeblichen Gesetze und internationalen Bestimmungen notwendig sind, vollständig bereit zu stellen. Der Charterer ist verpflichtet, alle Informationen, die von WLC benötigt werden, zur Verfügung zu stellen und WLC angemessen bei der Bereitstellung dieser Dokumente und Genehmigungen zu unterstützen.

10.2 WLC haftet nicht für Schäden, die aufgrund der Verweigerung solcher Genehmigungen (z.B. Fluggenehmigungen, Überfluggenehmigungen, Landeerlaubnis, Visa) auftreten, vorausgesetzt WLC hat alle notwendigen Dokumente und Informationen rechtzeitig vom Charterer erhalten und hat rechtzeitig und ordnungsgemäß diese Genehmigungen beantragt.

10.3 Ist der Charterer ein Luftfahrtunternehmen und wird der Flug im Auftrag dieses Luftfahrtunternehmens durchgeführt, so ist dieses Luftfahrtunternehmen verpflichtet, die Fluggenehmigungen, die Überfluggenehmigungen und die Landeerlaubnis, die für die Durchführung des Fluges notwendig sind, zu beantragen. Die daraus resultierenden Kosten für diese Genehmigungen sind vom Charterer zu tragen, sofern keine andere Vereinbarung getroffen wurde. Der Charterer ist ebenso verantwortlich für den Erhalt dieser Genehmigungen und für Schäden, die eine Verzögerung der Genehmigungen auslöst.

10.4 Alle weiteren Dokumente, die zur Durchführung von Inlands- oder internationalen Flügen erforderlich sind, auch wenn der Transport nicht in der Luft stattfindet, sind vom Charterer bereit zu stellen.

11. Flugzeug und Crew

11.1 WLC ist verpflichtet, ein Flugzeug samt Crew, Ausrüstung und Treibstoff entsprechend den Vorschriften zur Verfügung zu stellen.

11.2 WLC bzw. der Kapitän des Flugzeugs entscheiden, welche Waren befördert werden und wo die Fracht im Flugzeug untergebracht wird, ob der Flug durchgeführt wird, ob eine Landung durchgeführt wird und ähnliches, falls solche Entscheidungen aus sicherheits- oder technisch bedingten Gründen notwendig sind. Der Charterer hat kein Recht gegen eine solche Entscheidung Einspruch zu erheben. WLC hat die gesamte operative Kontrolle über das Flugzeug und bestimmt insbesondere:
a. welche Güter befördert werden,
b. wie und wo die Fracht beladen wird,
c. ob Flüge oder Landungen durchgeführt werden, falls solche Entscheidungen aus sicherheits- oder technisch bedingten Gründen notwendig sind.

11.3 WLC ist berechtigt, das eingesetzte Flugzeug während geplanter Stehzeiten abzuziehen und anderweitig zu verwenden.

12. Beladen und Entladen

12.1 Das zulässige Gewicht des Flugreisegepäcks ist abhängig von der Passagierzahl. Der für das Flugzeug verantwortliche Kapitän ist befugt, das Gewicht des Flugreisegepäcks im Hinblick auf die Flugsicherheit festzulegen.

12.2 Wenn ein Chartervertrag für einen Frachttransport abgeschlossen wird, so trägt der Charterer die Kosten und die Risiken der Be- und Entladung des Flugzeuges. Der Charterer ist außerdem verpflichtet, das Material zum Verstauen der Ladung nach den Anweisungen von WLC bereit zu stellen. 

12.3 WLC ist berechtigt, zu seinem eigenen Zweck und Nutzen jene Teile der Nutzlast zu verwenden, welche nicht vom Charterer gebraucht wird.

12.4 Militärische Waffen und/oder Munition dürfen nicht an Bord eines von WLC betriebenen Flugzeuges transportiert werden. Sportwaffen wie Jagdmesser, Bogen, Feuerwaffen und Munition können als eingechecktes Gebäck im Frachtraum, die Feuerwaffe entladen und die Munition separat von der Waffe, verwahrt werden. Nur staatliche Personenschützer/Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes (ausschließlich „Sky-Marshalls“ in Ausübung Ihres Dienstes an Bord des betreffenden Fluges) dürfen ausnahmsweise eine Waffe in der Flugzeugkabine mitführen.

12.5 Der Charterer trägt die Verantwortung dafür, dass:
a. die zu befördernde Fracht keine Güter beinhaltet, die das Flugzeug oder Personen gefährden können oder deren Transport durch Gesetze, Verordnungen oder Auflagen eines Landes, von welchem abgeflogen, welches an- oder überflogen wird, verboten ist.
b. die zu befördernde Fracht zum Lufttransport geeignet ist und so verpackt ist, dass ein Lufttransport möglich ist.
c. Keine lebenden Tiere oder andere Lebewesen zum Transport angenommen werden, außer es wurde in einer gesonderten Vereinbarung festgelegt.
d. WLC 24 h vor geplantem Abflug beziehungsweise im Falle kurzfristig gebuchter Flüge, bei Flugbuchung, über die Mitnahme von Waffen und/oder Munition an Bord eines von WLC betriebenen Flugzeuges informiert wird.
e. Passagiere, welche Waffen und/oder Munition an Bord transportieren möchten, im Besitz aller notwendigen Genehmigungen der lokalen Behörden am Abflug- und Zielflughafen sind.

13. Catering

WLC bietet seinen Passagieren an Bord kleine Mahlzeiten und Softdrinks an.

14. Entschuldbare Verspätungen und Absagen von Flügen

1. WLC ist nicht haftbar für Schäden wegen Verspätungen oder Absagen eines Fluges aufgrund von:
a. Gründen, die trotz sorgfältiger Kontrolle auftreten, insbesondere bei einem technischen Defekt;
b. Gesetzen, Anordnungen oder Maßnahmen einer zivilen oder militärischen Behörde, behördliche Prioritäten, Feuer, Streik, Flut, Epidemien, Krieg (erklärt oder nicht erklärt), Terrorakte, Bürgerkrieg und Ausschreitungen;
c. Schlechtwetter, insbesondere bei Nebel, Schneefall, Hagel, Eis oder Schnee am Rollfeld, nicht ausreichende Sichtbedingungen;

WLC ist nicht verpflichtet, einen anderen Flug zu stornieren, um den Charterflug durchführen zu können. WLC haftet nicht für Folgeschäden/Vermögensschäden aufgrund von solchen entschuldbaren Verspätungen oder Absagen.

2. Bei einer entschuldbaren Flugverspätung, die von WLC nachzuweisen ist, ist es WLC vorbehalten zu entscheiden, ob die Passagiere zu ihren Wohnsitzen zurückkehren oder auf Kosten von WLC in von WLC ausgewählten Hotels bis zum Flugantritt bleiben. Im Falle eines Frachttransportes muss WLC in erster Linie entscheiden, ob die Fracht bis zum Flugantritt gelagert wird oder ob die Fracht auf Kosten von WLC auf anderem Wege befördert wird.

3. Wenn Passagiere am Flughafen nicht rechtzeitig erscheinen oder das Reisegepäck oder die Fracht nicht rechtzeitig zur Beladung bereit stehen, ist WLC nicht verpflichtet, den Flug aufzuschieben. WLC akzeptiert jedoch eine geringfügige Verspätung wenn durchführbar. Falls diese Verspätung aus obengenannten Gründen länger als eine Stunde dauert, ist WLC berechtigt, diesen Flug als vom Charterer storniert zu betrachten und die vereinbarten Stornogebühren in Rechnung zu stellen.

4. WLC ist bestmöglichst bemüht den/die Flüg(e) durchzuführen falls technische Defekte oder Verzögerungen auftreten.

15. Verhinderung der Durchführung des vereinbarten Transportes
 
1. Wenn WLC nicht in der Lage ist , den Verpflichtungen des Chartervertrages ganz oder teilweise nachzukommen, wird WLC sich bestmöglichst bemühen, einen alternativen Transport nach WLC Wahl und auf WLC Kosten entweder für den ganzen Flug oder für den noch durchzuführenden Teil des Fluges anzubieten.

2. Wenn ein Flug ganz oder teilweise nicht durchgeführt werden kann oder mehr als 24 Stunden verspätet ist, ist WLC verpflichtet, nur jenen Anteil des Charterpreises zurückzuerstatten, der jener Länge des vereinbarten Charterfluges entspricht, der nicht durchgeführt wurde. Alle weiteren Forderungen sind ausgeschlossen.

3. Sollte der Charterflug auch einen Rückflug enthalten, so ist der Teil des Chartervertrages, der den Rückflug betrifft, durch die aus obengenannten Gründen unvollständige Durchführung des Hinfluges nicht betroffen, vorausgesetzt, die Passagiere haben ihr endgültiges Ziel erreicht und WLC ist in der Lage, den Rückflug planmäßig durchzuführen.

16. Stornierung des Chartervertrages und Rücktritt vom Chartervertrag

16.1 WLC ist berechtigt, den Chartervertrag mit sofortiger Wirkung zu stornieren, wenn
a. der Charterer gegen die Verpflichtungen des Chartervertrages verstößt, insbesondere einer bestehenden Zahlungsverpflichtung nach dem Chartervertrag oder den AGB vor Flugbeginn nicht nachkommt.
b. gegen den Charterer ein Konkurs- oder Ausgleichsverfahren oder ein Vorverfahren eingeleitet wird oder wenn dem Charterer die Verfügungsgewalt über sein Eigentum ganz oder teilweise entzogen wird; der Charterer in finanzielle Schwierigkeiten gerät oder Zahlungen einstellt und nicht willens ist, eine Garantie zur Zahlung des Charterpreises abzugeben.
c. höhere Gewalt, Kriege, Streiks, Bürgerkriegswirren oder ähnliche Ereignisse außerhalb der Kontrolle von WLC eintreten.

16.2 Der Charterer hat das Recht, diesen Chartervertrag vor Flugantritt zu stornieren, wenn höhere Gewalt, Kriege, Streiks, Bürgerkriege oder ähnliche Vorgänge außerhalb der Kontrolle des Charterers auftreten, oder WLC nicht in der Lage ist, die notwendigen Genehmigungen nach § 10 der AGB zu erlangen.

16.3 Wenn der Charterer vom Chartervertrag aus anderen Gründen zurücktritt, wird die Stornogebühr Abs. 4 dieses Punktes fällig, unabhängig davon, ob der Charterer Schuld trägt oder nicht. Der Charterer kann vom Chartervertrag nur schriftlich zurücktreten bzw. muss WLC einen Rücktritt vom Chartervertrag schriftlich bestätigen.

16.4 Wenn jedoch nach der Stornierung des Chartervertrages oder eines einzelnen Flugtermins der Charterer in eigenem Namen oder im Namen eines Dritten einen Vertrag mit einem anderen Flugunternehmen (oder Charterer) zum Transport an das gleiche Ziel abschließt, so hat WLC Anspruch auf die volle Bezahlung des Charterpreises gemäß Chartervertrag.

Stornogebühren:

Bis zum 30. Tag vor dem ersten Abflug 15%  des Chartergesamtpreises, mindestens jedoch 500.- Euro
29-8 Tage vor Abflug 30%  des Chartergesamtpreises
7 Tage bis 24 Stunden vor Abflug 50%  des Chartergesamtpreises
ab 24 Stunden vor Abflug 80%  des Chartergesamtpreises
ab 12 Stunden vor Abflug 90% des Chartergesamtpreises

17. Passagierliste

Eine komplette Passagierliste muss WLC oder seinen Handlingsagenten bis spätestens 24 Stunden vor Abflug zur Verfügung stehen. Die Passagierliste muss Sondervermerke, wie Transitpassagier von ...., Behinderung, Krankheiten, Bereitstellung eines speziellen Sitzes, etc. beinhalten.
 
18. Verweigerung der Beförderung

WLC ist berechtigt eine Beförderung zu verweigern und der Charterer hat kein Recht deshalb vom Chartervertrag zurückzutreten, wenn
a. Passagiere an Infektionen oder abstoßenden Krankheiten leiden oder wenn sie aus anderen Gründen mit hoher Wahrscheinlichkeit das Flugzeug, Personen oder Eigentum gefährden oder wenn sie schuldhaft Vorschriften der Flugbehörden, der Grenzpolizei oder des Zolls verletzen oder zu verletzen versuchen.
b. Reisegepäck oder Fracht die Durchführung des Fluges gefährdet.

19. Haftung

19.1 WLC, seine Beschäftigten und Handlingagenten haften ausschließlich gemäß Punkt 7 dieser AGB.

19.2 Im Speziellen wird die Haftung von WLC, seinen Beschäftigten und Handlingagenten in den folgenden Fällen ausgeschlossen:

a. Schäden verursacht durch Dritte, gegen welche WLC kein Recht auf Schadenersatz hat
b. Schäden, die durch oder wegen Streiks oder Aussperrungen von WLC Personal oder sonstigem Personal, durch höhere Gewalt, Bürgerkriegswirren oder anderen Gründen, auf die WLC keinen Einfluss hat, verursacht wurden.
c. Schäden, die durch oder wegen einer Verspätung der Beförderung von Personen, Reisegepäck oder Fracht oder aufgrund einer Landung auf anderen Flughäfen verursacht wurden, sofern dieser Schaden nicht fahrlässig oder vorsätzlich von WLC oder seinen Beschäftigten oder Handlingagenten verursacht wurden.

19.3 Sofern dieser Chartervertrag von einem Agenten abgeschlossen wird, haftet dieser Agent solidarisch neben dem Charterer für die Erfüllung der den Charterer aus dem Chartervertrag treffenden Verpflichtungen.

20. Abtretung, Vermittlung, ergänzende Charter Vereinbarungen,

Haftungseinschränkung und Vollmacht

20.1 Der Charterer ist nur dann berechtigt, alle Rechte dieses Chartervertrages zur Gänze oder teilweise abzutreten oder die gecharterten Sitzplätze und Nutzlast zur Gänze oder teilweise an Dritte weiterzugeben, wenn WLC seine schriftliche Zustimmung zu einer solchen Abtretung gibt.

20.2 WLC ist berechtigt, die Erfüllung seiner Verpflichtungen in diesem Chartervertrag zur Gänze oder teilweise an Dritte (Drittanbieter) abzutreten, wenn der Charterer seine Zustimmung zu einer solchen Abtretung gibt.

20.3 Tritt WLC die Erfüllung seiner Verpflichtungen ab, entsteht kein Chartervertag zwischen dem Charterer und WLC. In diesem Fall gelten die Geschäftsbedingungen des Drittanbieters, auf die hiermit verwiesen wird und die dem Charterer unmittelbar nach Beauftragung des Dritten durch WLC ausgehändigt werden. WLC tritt in diesem Fall lediglich als Vermittler der Beförderungsleistung auf und haftet nicht für Mängel der vermittelten Leistung.

20.4 Die Beauftragung eines Dritten kann entweder durch WLC direkt oder durch WLC im Namen und auf Rechnung des Charterers erfolgen. Der Charterer bevollmächtigt, ermächtigt und beauftragt hiermit WLC in seinem Namen und auf seine Rechnung Verträge über die vertragsgegenständliche Beförderungsleistung mit Drittanbietern nach deren Allgemeinen Geschäftsbedingungen abzuschließen.

20.5 Bei Konsumentengeschäften haftet WLC für die Vermittlung von Beförderungsleistungen, außer im Falle von Personenschäden, lediglich bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

20.6 Bei beidseitigen Unternehmensgeschäften haftet WLC für die Vermittlung von Beförderungsleistungen, außer im Falle von Personenschäden, nicht für leichte und schlichte grobe, sondern nur für krass grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz; insoweit gesetzlich zulässig, ist der Ersatz entgangenen Gewinns ausgeschlossen.

20.7 Tritt WLC die Erfüllung seiner Verpflichtungen in diesem Chartervertrag zur Gänze oder teilweise an Dritte ab, verrechnet WLC den Charterpreis des Drittanbieters zuzüglich einer ortsüblichen Vermittlungsgebühr.

21. Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen des Chartervertrages einschließlich der Bestimmungen in diesen AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden oder sollte der Vertrag eine Lücke aufweisen, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder Teile solcher Bestimmungen unberührt. Anstelle einer unwirksamen Bestimmung gilt eine ihrem wirtschaftlichem Zweck möglichst nahe kommende Bestimmung als vereinbart. Die deutsche Version der AGB ist die authentische Version.

22. Gerichtsstand

22.1 Anwendbares Recht
Dieser Vertrag unterliegt in seiner Gesamtheit österreichischem Recht. Auf die gegenständliche Vereinbarung kommt ausschließlich österreichisches Recht, unter Ausschluss der Kollisionsnormen und des UN-Kaufrechts sowie unter Ausschluss der Verweisungsnormen des österreichischen internationalen Privatrechts, zur Anwendung.

22.2 Gerichtsstand
Ausschließlicher Gerichtsstand ist das sachlich zuständige Gericht in Innsbruck sofern keine zwingenden Normen dem entgegenstehen.


Innsbruck, 16.07.15